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Welche Methoden gibt es, um die Leistungsfähigkeit von flammhemmenden Textilien zu testen?

2024-07-09 17:15

Es gibt üblicherweise drei Methoden, um die Leistungsfähigkeit von flammhemmenden Textilien zu testen.

 

1. Verbrennungsprüfverfahren:Je nach relativer Position der Probe und der Flamme kann man zwischen vertikaler Methode, 45-Grad-Methode und horizontaler Methode unterscheiden.

 

Die vertikale Flammenprüfung ist eine der gängigsten Methoden zur Bestimmung der Flammschutzwirkung. Dabei wird die Stoffprobe senkrecht an einem Ständer aufgehängt, an der Unterseite entzündet, die Flammenausbreitung beobachtet und die Ausbreitungsgeschwindigkeit sowie die verbrannte Länge dokumentiert. Dieses Prüfverfahren simuliert effektiv die Bedingungen, denen flammhemmende Textilien im praktischen Einsatz ausgesetzt sein können.

 

Die horizontale Flammenprüfung ist eine weitere gängige Prüfmethode. Dabei wird die flammhemmende Gewebeprobe horizontal auf den Prüfstand gelegt, ein Ende der Probe entzündet, die Flammenausbreitung beobachtet und die Zeit und die Ausbreitungsstrecke der Flamme aufgezeichnet.

 

2. Methode des extremen Sauerstoffindex:Die eingespannte Probe wird senkrecht in ein transparentes Verbrennungsrohr eingesetzt. Im Rohr strömt ein Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch nach oben. Die Probe wird am Ende entzündet, der Verbrennungsvorgang beobachtet und die Dauer der Verbrennung mit dem vorgegebenen Grenzwert (Zeit bzw. Schädigungslänge) verglichen. Durch Versuche mit einer Reihe von Proben bei unterschiedlichen Sauerstoffkonzentrationen kann der für die Verbrennung erforderliche untere Sauerstoffkonzentrationswert ermittelt werden.

 

Die Beurteilung erfolgt durch Messung des Sauerstoffindex (LOI) der Probe: Der Sauerstoffindex gibt die Sauerstoffmenge an, die zum Entzünden des Gewebes erforderlich ist. Je höher der Sauerstoffindex, desto höher ist die Sauerstoffkonzentration, die für die Aufrechterhaltung der Verbrennung notwendig ist, d. h. desto schwerer entflammbar ist das Material. Die Sauerstoffkonzentration in der Luft beträgt etwa 21 %. Liegt der Sauerstoffindex unter 20 %, handelt es sich um eine brennbare Faser; liegt er zwischen 20 % und 26 %, ist die Faser ebenfalls brennbar; liegt er zwischen 26 % und 34 %, ist sie flammhemmend; liegt er über 35 %, ist die Faser nicht brennbar.

 

3. Karbonisierungslängentest: Der Karbonisierungslängentest misst die Länge des nach dem Verbrennen der Gewebeprobe verbleibenden karbonisierten Bereichs, um deren Flammschutzwirkung zu bewerten. Dabei wird die Gewebeprobe in eine Flamme gehalten und für eine bestimmte Zeit verbrannt; anschließend wird die Länge des verkohlten Bereichs gemessen.

 

Der Verkohlungslängentest wird hauptsächlich zur Beurteilung der Feuerbeständigkeit und der Verkohlungseigenschaften von Textilien verwendet, insbesondere um festzustellen, ob das Gewebe nach dem Entfernen der Flamme weiterbrennt oder erlischt.


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